Spielemesse: Neues für Strategen und Baumeister (I)

Die Spielemesse Essen ist ein Neuerscheinungs-Paradies für komplexe Spiele, die meist toll ausgestattet sind, bei denen verschiedenste Spielmechanismen ineinandergreifen und die zumeist fein austariert sind. Spiele, die gerade beim häufigen Spielen immer wieder neue Facetten preisgeben, bei denen man auf zig Wege zum Ziel kommen kann - meistens am Spielende möglichst viele Siegpunkte zu haben. Und [...]

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Die Spielemesse Essen ist ein Neuerscheinungs-Paradies für komplexe Spiele, die meist toll ausgestattet sind, bei denen verschiedenste Spielmechanismen ineinandergreifen und die zumeist fein austariert sind. Spiele, die gerade beim häufigen Spielen immer wieder neue Facetten preisgeben, bei denen man auf zig Wege zum Ziel kommen kann - meistens am Spielende möglichst viele Siegpunkte zu haben. Und von diesen Spielen gibt es jedes Jahr in Essen eine Menge toller Spiele: bei vielen macht allein schon das Hingucken Spaß, bei einer etwas kleineren Gruppe dann auch das Spielen und ein paar schaffen es dann auch zu richtigen Highlights zu werden. Und einige werden - trotz aller Qualitäten - dann ein Jahr später auf der Messe verramscht, um die Lager für all die neuen Spiele zu leeren. Und hier nun ein paar Spiele aus dieser Ecke, bei denen sich das Hinsehen genauer lohnt:

Imperial 2030Imperial 2030. Imperial 2030 von Mac Gerdts ist quasi die erneuerte Version von Imperial. Es geht in der Rolle von Finanznvestoren darum, möglichst viel Einfluss auf die politischen Mächte 2030 zu nehmen, man kann dabei die Regierungen steuern und somit das Geschehen auf dem Spielfeld beeinflussen. Im Gegensatz zum Original-Imperial (hier sind einige Besprechungen zu finden) wurde das Spielgeschehen nun auf die ganze Welt ausgedehnt und der Einstieg ins Spiel soll erleichtert worden sein. 2-6 Spieler, PD-Verlag/Heidelberger Verlag, ca. 30-40 Euro Webseite zum Spiel

Vor den Toren von Loyang. Dieses Spiel ist der “neue Rosenberg”, also aus der Feder des Spieleerfinders Uwe Rosenberg, der in den letzten zwei Jahren mit Agricola (hier die Besprechung) und LeHavré zwei Klasse-Spiele auf den Markt gebracht hat. In diesem Spiel sind die Spieler Landwirte im alten China, die durch möglichst klugen Anbau von Gemüse aller Art zu hohem Wohlstand gelangen müssen. Das Spiel ist opulent ausgestattet und verspricht viel Spaß für 1-4 Spieler.  Neben den normalen Spielregeln gibt es übrigens zum Einstieg auch extra “Erklärregeln” (hier als PDF verfügbar), die einem nicht nur den Einstieg ins Spiel erleichtern, sondern auch Hintergründe zur Spielentwicklung verraten - sehr lobenswert. Hall Games/Heidelberger Verlag, 1-4 Spieler, 30-40 Euro. Webseite zum Spiel

Eine Frage der Ähre. Wo wir gerade beim Ackerbau sind: Auch in “Eine Frage der Ähre” von Jeffrey D. Allers schlüpfen die Spieler in die Rolle von Missisippi-Siedlern im 19. Jahrhundert, entwickeln ihr Land und errichten Farmen. Jedes bebaute Feld bringt ihnen Siegpunkte ein, aber die Spieler müssen Runde um Runde entscheiden, ob sie diese Siegpunkte wirklich kassieren oder nicht. Stattdessen können sie nämlich auch auf ihre Punkte verzichten, um auf eine Farm zu sparen, die vielleicht mehr Siegpunkte einbringen kann. Auch bei diesem Spiel gefallen Spielmaterial, man kommt in Interaktion mit den andere Mitspielern. Pegasus Spiele, 2-5 Spieler, ca. 30 Euro. Webseite zum Spiel

Weitere Spielevorstellungen (u.a. Macao, Machtspiele, Carson City, Tore der Welt) folgen im zweiten Teil “Neues für Strategen und Baumeister”.

Ein Trackback

  1. [...] drei Teilen der Neuererscheinungen für Strategen und Baumeister, den ersten Teil findet ihr hier. Daher gehen wir ohne weitere Vorworte direkt zu den [...]

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