Opus Dei - auf den ersten Blick rechnet man mit einem Spiel rund um Verschwörungstheorien im Vatikan. Doch es anders als man denkt: Hinter Opus Dei - Existence after Religion versteckt sich ein feines. interessantes Kartenspiel rund um das Thema Philosophie. Und wer denkt, dass ein solches Thema nur langweilig umgesetzt werden kann, der irrt.
Zwei bis sechs Spieler können bei Opus Dei aus dem dänischen Verlag Dema Games mitmachen, jeder Spieler spielt eine “eigene” Welt und Ziel des Spiels ist es - ganz philosophisch - die beste aller möglichen Welten zu errichten. Und eine Welt ist dann gut, wenn sich in ihr möglichst viele namhafte Philosophen aufhalten. Das Spiel ist zur Zeit nur in englischer Sprache.
Das Spielprinzip
Zu Beginn erhält jeder Spieler drei Aktionskarten auf die Hand und es werden aus einem Philosophen-Kartenstapel zwölf illustre Damen und Herren ausgelegt. Jeder Spieler kann jetzt im Uhrzeigersinn bis zu zwei Aktionskarten von der Hand spielen und muss danach die ersten Philosophen-Karte verdeckt vor sich ablegen, dies ist quasi seine Welt. Wenn alle Philosophen ihren Weg in die Spieler-Welten gefunden haben endet das Spieljahr und zwölf neue werden ausgedeckt und die Spieler können dann - wenn notwendig - ihre Aktionskarten wieder auffüllen. Das ganze Spiel geht über drei fiktive Spieljahre und dann wird abgerechnet.
Jeder Philosoph verkörpert nämlich eine gewisse Punktzahl: Immanuel Kant sorgt z.B. für fünf Pluspunkte, Sokrates nur für 3, Scientology-Gründer Ron L. Hubbard bringt hingegen sogar 3 Minuspunkte in die Welt. Wer am Spielende die höchste Punktzahl hat, gewinnt dann das Spiel.
Die Aktionskarten sorgen für Pfiff im Spiel: Man kann anderen Spielern Karten wegnehmen, die Philosophen in der Mitte neu ordnen oder seine eigene Welt upgraden (z.B. zählen dann griechische Philosophen mehr) oder die Welten von anderen Spielern abwerten. Jede Aktionskarte steht auch für einen Begriff der Philosophie, so nimmt man den Spielern nicht nur einfach eine Aktionskarte weg, sondern wendet Deonotologie an. Auf jeder Aktionskarte ist die Aktion verzeichnet und der philosophische Begriff wird erklärt.
Auch die Philosophen selbst kommen mit einer kurzen Erläuterung und können auch noch spezielle Fähigkeiten haben, die ins Spielgeschehen eingreifen.
Fazit
Opus Dei ist ein Spiel rund um das eigentlich trockene Thema Philosophie, das richtig Spaß macht und recht kurzweilig ist, vor allem wenn man sich auch ein wenig auskennt in Philosophie. Man hat noch einen kleinen Lerneffekt dabei, ohne jedoch mit der Pädagogik-Keule zu schwingen.
Leider ist das Spiel von Allan Schaufuss Laursen bisher nur auf Englisch erschienen - naja, noch nicht erschienen, auf der Spielemesse 2008 kann es am Stand von Dema Games aus Dänemark schon mal probegespielt werden: Halle 4, Stand 119. Die endgültige Version kommt in zwei bis drei Wochen in den Handel, der Vertrieb in Deutschland soll dann über den Heidelberger Spielverlag laufen.
Tags: Dema Games, Kartenspiel, Opus Dei, Spielemesse 2008






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