China im Spiel (II): Ich hatte vor einigen Tage bereits Im Jahr des Drachen von ALEA vorgestellt, das im alten China spielt. Doch irgendwie häufen sich Spieleszenarien zu bestimmten Zeiten. Auch auf der Spielbar konnte man über die Häufung von bestimmten Spielszenarien lesen (hier sind es es vor allem die Spiele, die im italienischen Mittelalter spielen). Naja, und neben solchen Dauerbrennern wie Mittelalter und v.a. auch die Renaissance, gibt es auch immer wieder saisonale Schübe. Letztes Jahr kamen ziemlich viele Wikinger-Spiele raus, diesmal eben China. Doch werfen wir jetzt einen Blick auf zwei neue China-im-Spiel-Neuerscheinungen:
Chang Cheng heißt das erste Spiel - es stammt aus der italienischen Spiel-Schmiede Tenkingames, ist für zwei bis vier SpielerInnen und man baut bei diesem Spiel die große Mauer. Chang Cheng heißt nämlich auch nix anderes als große Mauer. Wenn die Mauer (die aus schönen Mauerstücken besteht) fertig gebaut ist, endet das Spiel.
Bis dahin müssen die Spieler möglichst viele Prestigepunkte sammeln, indem Sie in den einzelnen Provinzen eine Mehrheit beim Mauerbau erlangen. Mit Aktionskarten kann man hierauf noch Einfluss nehmen. Ist die Mauer fertiggestellt, beginnt als letzte Phase der “Mongolensturm”, hier können wieder Prestigepunkte verloren gehen. Chang Cheng ist ein interessantes Mehrheitenspiel und auch ein Blick aufs Spielmaterial macht Lust auf mehr, man sollte es sich auf der Spielemesse anschauen. Auf der Spielbox gibt es eine ersten persönlichen Eindruck zum Spiel und hier die Spielregel als PDF-Datei.
Ming Dynastie heißt das zweite hier vorgestellte Spiel. Es wird bei Hans im Glück (u.a. Sankt Petersburg) erscheinen und viel ist noch nicht bekannt zu diesem Spiel. Es stand beim Hippodice-Autorenwettbewerb 2001 auf der Empfehlungsliste. Dort wurde es wie folgt beschrieben:
Mitte des 14. Jahrhunderts gelang es dem chinesischen Volk, sich von der Herrschaft der Mongolen zu befreien und mit der Thronbesteigung des Kaisers Tai-tsu entwickelte sich ein aufstrebendes Land – China. Jeder Spieler nimmt die Rolle eines kaiserlichen Prinzen ein und versucht, mit seinen Familienmitgliedern am Wachstum des chinesischen Volkes in der Ming-Dynastie mehr und mehr Einfluß zu gewinnen. Dabei gilt es, sich in den 6 chinesischen Provinzen, die jeweils in 3 Präfekturen unterteilt sind, die Mehrheiten zu sichern, um eigene Familienmitglieder in die Verwaltung zu stellen und bei den Wahlrunden mit Gaben des Kaisers belohnt zu werden.
Aber nur, wer am Ende die ausgewogenste Sammlung an Einflußchips vorweisen kann, wird als nächster Kaiser die Ming-Dynastie fortführen können.
(Quelle)
Auch dieses Spiel sollte man bei der Spielemesse Essen sich mal anschauen. Und dann hat man die Qual der Wahl zwischen insgesamt drei Spielen zum Thema China, die alle vielversprechend klingen. Irgendwie ist es wie beim Film: Wenn da mal ein Blockbuster zum Thema Meteoriten gemacht wird, dann werden gleich zwei zur gleichen Zeit gemacht (Deep Impact/Armageddon). Mal sehen, welches Thema im nächsten Jahr bei den Spielen dran ist, Meteoriten hätten da doch was… ![]()







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