Neu zur Spielemesse: Amyitis von Ystari

Der Spieleverlag Ystari ist bekannt für Spiele, die schwer auszusprechen sind. Macht aber nix - denn die haben auch spielerisch einiges zu bieten und spielen durchaus in der anspruchsvolleren Liga. Im letzten Jahr durfte Caylus nicht nur den Deutschen Spiele Preis einheimsen, sondern auch beim Spiel des Jahres einen Sonderpreis Komplexes Spiel einheimsen.
Und dieses Jahr [...]

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Amyitis (c) YstariDer Spieleverlag Ystari ist bekannt für Spiele, die schwer auszusprechen sind. Macht aber nix - denn die haben auch spielerisch einiges zu bieten und spielen durchaus in der anspruchsvolleren Liga. Im letzten Jahr durfte Caylus nicht nur den Deutschen Spiele Preis einheimsen, sondern auch beim Spiel des Jahres einen Sonderpreis Komplexes Spiel einheimsen.

Und dieses Jahr steht als Hauptattraktion Amyitis in den Startlöchern zur Essener Spielemesse. Das Spiel verschlägt uns in die Zeit ca. 600 v. Chr. nach Babylon. König Nebukadnezar II. will für seine Frau Amyitis die hängenden Gärten bauen, die später auch eines der antiken Weltwunder werden sollen. Und da man das als babylonischer König nicht selbst macht, treten jetzt die 2 bis 4 SpielerInnen in Aktion.

In der Rolle von babylonischen Adeligen buhlen sie um Prestige - wer bis zum Spielende hiervon am meisten einheimst, gewinnt das Spiel. So hilft man beim Ausbau der hängenden Gärten mit, handelt und versucht die besten Handwerker zu gewinnen. In mehreren Runden spielt man dabei verschiedene Phasen durch: Man kann entweder bestimmte Personen (Ingenieure, Priester oder Bauer) rekrutieren, die einem bestimmt Vorteile verschaffen, mit der Karawane losziehen, um Pflanzen für die hängenden Gärten oder neue Erweiterungen des Hofes zu kaufen, oder man passt und bekommt solange die anderen Spieler noch Aktionen ausführen dafür Geld. Am Ende einer jeden Runde werden dann noch die Tempel ausgewertet und der Startspieler wechselt. Wenn während einer Runde nur noch 3 oder 4 Plätze (je nach Spielerzahl) im Garten zum Anbauen frei sind, wird diese Runde noch zu Ende gespielt und es findet eine Schlusswertung statt, in dem die angebauten Gärten noch mal kräftig Extrapunkte geben.

Von der Aufmachung her macht Amyitis einen schönen Eindruck, es gibt zwei Spielpläne (einmal die hängenden Gärten zum Bauen und einmal eine Mesopotamien-Karten zum Handeln) und der Spielmechanismus verspricht viel Optimierungsarbeit für die Spieler, mit den geringen Ressourcen möglichst gut umzugehen und die verschiedenen Möglichkeiten, die das Spiel bietet, zu einer möglichst runden Taktik zusammenzusetzen.

Amyitis gehört zu den Spiele-Neuheiten der Essener Spielemesse, die man als Freund von “komplexeren” Spielen auf jeden Fall genauer anschauen sollte. Der erste Eindruck ist rundweg positiv.

Mehr Infos bei Ystari Games, hier gibt es auch schon die Spielregeln und Tipps zum Spiel als PDF-Download

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