Rezension: Hazienda

Wolfgang Kramer gehört zu den “Stars” der Brettspiel-Szene. Nicht nur das er mit vielen seiner Spiele mehrere Preise einheimste (so für 6 nimmt und El Grande), er ist auch Namensvater der Kramerleiste, die zumeist um den Spielplan herum zur Punktezählung dient und heute bei vielen Spielen auftaucht. So auch bei dem Spiel “Hazienda”. Das [...]

Werbung

HaziendaWolfgang Kramer gehört zu den “Stars” der Brettspiel-Szene. Nicht nur das er mit vielen seiner Spiele mehrere Preise einheimste (so für 6 nimmt und El Grande), er ist auch Namensvater der Kramerleiste, die zumeist um den Spielplan herum zur Punktezählung dient und heute bei vielen Spielen auftaucht. So auch bei dem Spiel “Hazienda”. Das Spiel verschlägt uns in die Welt der argentischen Pampa. Ein idealer Ort um sich um seine Hazienda (wie man dort so sein Landgut nennt) aufzubauen und seinen Reichtum mit endlosen Herden glücklicher Vierbeiner zu mehren. Nur blöd, dass das die bis zu fünf MitspielerInnen den gleichen Gedanken haben und so endlos die Weiten der Pampa nun auch nicht sind.

Gewonnen hat der Spieler, der am Ende die meisten Punkte gesammelt hat und diese erhält man, wenn man möglichst geschickt Landfelder und Herden auf dem Spielplan platziert. Jeder der Spieler führt pro Zug drei Aktionen aus: Man kann Land- oder Tierkarten kaufen, diese auslegen oKarten aus Haziendader Wasserfelder oder Haziendas kaufen (bringen beide Bonuspunkte) oder Landfelder ernten, was Geld in die Kasse spült. Und das wird auch meistens dringend benötigt. Denn ansonsten bekommt man nur Geld, wenn man eine Viehherde bis zu einem Markt führt. Diese sind auf dem Spielplan aufgedruckt und es gilt die gekauften Tiere auf dem Spielplan so auszulegen, dass sie an den Markt kommen.
Punkte gibt es bei zwei Wertungen: Eine in der Spielmitte und eine am Spielende, wenn alle Tierkarten aufgebraucht sind. Für die Wertung zählt nun, wie viele Märkte man erreicht hat, wie viele Ländereien man hat, für Wasserfelder, Haziendas und Geld gibt es noch Bonuspunkte.

Hazienda ist ein taktisches Spiel, bei dem es vor allem auf die Zugoptimierung ankommt. Man würde am liebsten zehn Aktionen gleichzeitig ausführen, hat aber nur drei. Dabei muss man auch immer die Aktionen der Mitspieler im Blick haben. Hazienda ist ein Spiel für Fans von taktischen Aufbauspielen. Natürlich kann sich die Bedenkzeit mal etwas länger hinziehen und in der Anfangsphase wurschtelt jeder vor sich hin, was sich aber schnell ändert, da es auf dem Spielfeld immer enger wird. Insgesamt ein sehr schönes taktisches Spiel um Mehrheiten, in dem aber auch ein geringer Glücksfaktor für Abwechslung sorgt. Ebenso sorgt auch der zweite Spielplan für Abwechslung (dieser befindet sich auf der Rückseite des Spielbretts) für neuen Spielspaß, sind hier doch wieder andere Überlegungen von Nöten. Und wer dann immer noch neue Spielfelder haben will, braucht diese nicht selbst zu zeichnen, sondern findet im Internet bei Westpark Gamers einen Spielplangenerator.

5punkt.gif
Hazienda
von Wolfgang Kramer
Hans im Glück,
Preis: 20-30 EUR

Bewerten Sie das Spiel: [RATINGS]

Tags: , , , , , , ,

DEIN KOMMENTAR BITTE

Deine E-Mail wird weder preisgegeben noch weitergehend verwendet. Pflichtfelder haben einen *

*
*

Tags

ABONNIEREN

Hol dir die Ludonauten in deinen RSS-Feed. So wirst du regelmässig über Neues hier auf ludonauten.de informiert! Tu es!

Werwiewas

Ludonauten.de ist ein Online-Magazin für Gesellschaftsspiele. Spiele-Rezensionen und aktuelle Nachrichten rund um Brett- und Kartenspiele sind die Schwerpunkte der Seite. Auch zur Essener Spielemesse finden sich zahlreiche Beiträge.