Rezension: Oltre Mare

Beim Brettspiel Oltre Mare dreht sich alles um den Handel im Mittelmeer der Renaissance. In diesem Spiel schlüpfen bis zu fünf SpielerInnen in die Rolle von Kaufleuten, die versuchen, im Mittelmeer so viele Dukaten wie möglich zu scheffeln. Zu Beginn wählt jeder der zwei bis fünf Spieler ein Schiff aus, das in einen Hafen gestellt [...]

Werbung

Oltre MareBeim Brettspiel Oltre Mare dreht sich alles um den Handel im Mittelmeer der Renaissance. In diesem Spiel schlüpfen bis zu fünf SpielerInnen in die Rolle von Kaufleuten, die versuchen, im Mittelmeer so viele Dukaten wie möglich zu scheffeln. Zu Beginn wählt jeder der zwei bis fünf Spieler ein Schiff aus, das in einen Hafen gestellt wird. Dazu bekommt jeder Spieler einen Holzwürfel, der auf der Skala seinen Reichtum anzeigt, und eine Übersichtskarte. Wenn die Hafenmarker zufällig auf jede Hafenstadt verteilt und die Warenkarten gemischt worden sind, kann es losgehen. Jeder Spieler erhält vier Warenkarten auf die Hand, die restlichen Karten bilden den Warenstapel.

Ist ein Spieler an der Reihe, durchläuft er die folgenden Phasen: Zuerst prüft er, ob er zu viele Karten auf der Hand hat - diese müssen dann auf den Piratenstapel und gelten bei Spielende als Minuspunkte. In Phase Nummer zwei kommt dann Interaktion ins Spiel: Man handelt mit den Mitspielern und kann Waren und Geld handeln oder sich für Geld neue Karten kaufen - auch nicht unpraktisch, um den Piratenstapel zu minimieren, denn so kann man die Minuspunkte wieder “wegkaufen”. Danach wird eine bestimmte Anzahl Warenkarten offen ausgelegt - hier gibt die oberste Karte des Warenstapels vor, wie viele Warenkarten auf den Tisch kommen. Auf diesen sind Aktionen symbolisch abgebildet, die vom Spieler ausgeführt werden müssen. Durch diese Aktionen kann der Spieler neue Dukaten und Karten erhalten, oder er darf mit seinem Schiff andere Häfen anfahren. Wenn er Pech hat, muss er aber auch Karten auf seinen Piratenstapel legen.

Warenkarten aus Oltre MareAm Ende seines Zugs lagert der Spieler seine Waren ein. Dazu legt er die ausgespielten Karten auf seinen Frachtstapel, wobei er die Reihenfolge der Karten selbst bestimmt. Der Trick besteht darin, eine möglichst günstige Kartenreihenfolge zu erstellen, denn je mehr Waren in der gleichen Sorte hintereinander liegen, desto mehr Dukaten winken dem Händler. Dabei ist ein gutes Gedächtnis gefragt, denn nur die oberste Karte des Frachtstapels ist offen sichtbar. Sie zeigt in der nächsten Runde außerdem an, wie hoch das Handkartenlimit des Spielers dann ist und wie viele Karten er ausspielen muss. Sobald die letzte Karte vom Warenstapel gezogen wird, befinden sich die Spieler in der letzten Spielrunde. Es gibt im Spiel zwei Wertungen, eine in der Spielmitte und eine am Spielende (wenn alle Warenkarten aus dem Vorrat aufgebraucht sind): Wer danach die meisten Dukaten gesammelt hat, hat das Spiel gewonnen.

Die Regeln sind nach ein paar Einführungsrunden leicht zu verstehen, dank der Handelsphase gibt es auch viel Interaktion mit den anderen Spielern, ein Spiel dauert ungefähr eine gute Stunde. Auch die Ausstattung des Spiels kann begeistern: die kleinen Spielschiffe müssen zwar erst ein wenig mühseelig zusammengefrickelt werden, sehen dann aber schön aus. Oltre Mare ist ein schönes, taktisches Handelsspiel, das eine interessante Mischung aus Karten- und Brettspiel ist und auch zeitlich nicht den Rahmen sprengt.

5punkt.gif
Oltre Mare
von Emanuele Ornella,
AMIGO,
Preis: 17-20 EUR

Bewerten Sie das Spiel: [RATINGS]

Tags: , , , , , ,

DEIN KOMMENTAR BITTE

Deine E-Mail wird weder preisgegeben noch weitergehend verwendet. Pflichtfelder haben einen *

*
*

Tags

ABONNIEREN

Hol dir die Ludonauten in deinen RSS-Feed. So wirst du regelmässig über Neues hier auf ludonauten.de informiert! Tu es!

Werwiewas

Ludonauten.de ist ein Online-Magazin für Gesellschaftsspiele. Spiele-Rezensionen und aktuelle Nachrichten rund um Brett- und Kartenspiele sind die Schwerpunkte der Seite. Auch zur Essener Spielemesse finden sich zahlreiche Beiträge.