Sankt Petersburg von Michael Tummelhofer ist ein sehr schönes Spiel um den zarischen (hm, gibt es da überhaupt ein Adjektiv des Zaren?) Hof in Sankt Petersburg. Es geht darum, mittels Handwerker-, Bau- und Adelskarten (sowie Sonderkarten zu diesen drei Kategorien) möglichst viel Einfluß am zarologischen Hof zu erreichen. Die einen Karten spülen eher Rubel in die Kasse, andere Karten bringen Siegpunkte und wieder andere können beides. Geld braucht man zum Kauf neuer Karten, die auf dem Spielplan ausgelegt werden. Ich finde das Spiel richtig toll und als Sieger des Deutschen Spielepreises 2004 andere wohl auch. Auf der Seite der Westpark Gamers gibt es eine ausführliche Analyse des zaristischen Spiels. Man könnte auch sagen, eine sehr mathematische Analyse. Ich gebe gerne zu, dass ich nur die Hälfte verstanden habe, aber die hoffentlich richtige. Warum es bei Sankt Petersburg eigentlich nur eine Adels- oder Baustrategie gibt und wann der richtige Zeitpunkt ist, welche Karte auszuspielen, wird also hier dem Freund der Mathematik anschaulich erklärt: Zur Analyse. Nicht abschrecken lassen, das Fazit ist das spannende und das steht (welch Überraschung) am Ende. Ach, und wer sein Können durch Übung weiter ausbauen will und dafür nicht immer menschliche Mitspieler parat hat: Man kann das Spiel auch als kostenlose PC-Version herunterladen. Und die Computer-Gegner sind anpassbar, so dass es auch wahren Spiel-Zaren nicht langweilig wird!







UND WAS NUN?