Spielerezension: San Juan

Zum Start des Blogs gibt es erstmal eine Spielerezension - und zwar von einem Spiel, das in meinen Augen mit zu den besten Kartenspielen gehört: San Juan von Andreas Seyfarth. Gespielt wird mit 2 bis 4 Spielern. Die 110 Karten des Spieles stellen Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen dar: da gibt es Produktionsstätten, mit denen man [...]

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Zum Start des Blogs gibt es erstmal eine Spielerezension - und zwar von einem Spiel, das in meinen Augen mit zu den besten Kartenspielen gehört: San Juan von Andreas Seyfarth. Gespielt wird mit 2 bis 4 Spielern. Die 110 Karten des Spieles stellen Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen dar: da gibt es Produktionsstätten, mit denen man Waren wie Indigo oder Kaffee produzieren kann und violette Gebäude, die entweder bestimmte Vorteile in den verschiedenen Spielphasen bieten oder viele Siegpunkte bringen - und darum geht es: am Spielende gewinnt die Person mit den meisten Siegpunkten.

Rollenspiel

Eine Spielrunde läuft eigentlich ganz einfach ab: Der Startspieler (Gouverneur) kann sich aus fünf Rollen eine aussuchen: Baumeister, Aufseher, Händler, Ratsherr, Goldsucher. Danach sucht sich im Uhrzeigersinn jede Person eine weitere Rolle aus, bis man wieder beim Startspieler angelangt ist. Dieser gibt seine Gouverneurskarte an den nächsten Spieler weiter und eine neue Runde beginnt. Jede Rolle bedeutet eine Aktion für jeden Spieler, diejenige Person, die sich die Rolle aussucht bekommt zusätzlich ein Privileg. So darf in der Baumeisterphase jede MitspielerIn ein Gebäude bauen, der Spieler, der den Baumeister spielt, muss für sein Gebäude eine Karte weniger zahlen. In der Aufseherphase dürfen die Produktionsstätte Waren produzieren, in der Händlerphase dürfen diese Waren gegen neue Handkarten eingetauscht werden und in der Ratsherrphase dürfen sich die SpielerInnen neue Handkarten nehmen. In der Goldsucherphase darf nur der Goldsucherspieler sich eine Karte nehmen, die anderen gehen leer aus.

Baut jemand sein 12. Gebäude in der Baumeisterphase endet das Spiel - doch GewinnerIn ist nicht unbedingt diese Person, sondern die Person, die am Ende die meisten Siegpunkte hat - und hier zählen nicht nur die Anzahl der Gebäude. Zu Beginn erhält jedeR SpielerIn vier Karten auf die Hand und startet seinen Bauplatz mit einer Indigoküperei - einer Produktionskarte, die Indigo produzieren kann. Die Handkarten stellen sowohl die vier Gebäude dar, die ein Spieler am Anfang bauen kann und dienen gleichzeitig als Zahlungsmittel. Wenn man also ein Gebäude bauen will (also die Karte vor sich auslegen will), muss man es auf der Hand haben und gleichzeitig genügend andere Handkarten, um die Baukosten zu begleichen - natürlich sind Gebäude mit besseren Eigenschaften auch teurer, so kann man zu Anfang erst nur Gebäude bauen, die wenig kosten und auch wenig bieten.

Gebäude

Die Gebäude sind in ihrer Funktion recht unterschiedlich: So kann man mit der Kapelle jede Runde einen Siegpunkt sammeln, indem man eine Handkarte unter die Kapellen-Karte legt, verschiedene Handelsgebäude ermöglichen es, in der Aufseher- und Händlerphase mehr Waren zu produzieren oder verkaufen, was sich dann positiv auf das Vermögen (Handkarten) auswirkt. Doch wechselt der Gouverneuer darf man nicht mehr als sieben Karten auf der Hand halten, der Rest muss abgelegt werden, es sei den, man hat einen Turm gebaut, der das Handkartenlimit auf zwölf Karten erhöht. Besonders mächtig sind die Gebäude, für die man sechs Karten bezahlen muss. Diese Gebäude geben am Spielende noch mal mächtig Bonuspunkte, so erhält z.B. der Besitzer der Zunfthalle für jedes Produktionsgebäude noch mal zwei zusätzliche Siegpunkte.

Fazit

Nachdem die Spielregeln schnell erklärt waren, begann die erste Spielrunde noch ein wenig holprig, da noch keiner die Funktion der Gebäude einschätzen konnte. Doch nach ein paar Spielen wurde das Spiel von der ganzen Spielrunde begeistert aufgenommen. Jedes Spiel verläuft durch die Neuverteilung der Karten anders und es steht nicht schon in der Spielmitte fest, wer das Spiel gewinnt - eine in der letzten Baumeisterphase ausgespielte hochwertige Karte kann noch spielentscheidend sein. Für das Spiel spricht auch, das es sich nicht nur leicht, sondern auch relativ schnell spielen lässt, länger als eine Dreiviertelstunde dauerte keine Spiel. Mit einem Preis von um die 15 Euro dürfte es kein großes Loch in das Budget und bietet auch nach mehrmaligem Spielen noch genügend Abwechslung, wir können es daher ohne Problem als sehr empfehlenswert bezeichnen.

6punkt.gif
San Juan für 2 - 4 Spieler
von Andreas Seyfarth
Alea/Ravensburger, 15 ,- EUR
spitzenspiel.png

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  1. [...] persönlichen Lieblingsspiele. Auch das von Puerto Rico abgeleitete Kartenspiel San Juan (hierzu auch eine Rezension) zählt zu den besten [...]

  2. [...] denen dieses vielleicht zu anspruchsvoll ist. Wem das nun bekannt vorkommt: Auch San Juan (hier eine Rezension) ist ein Abkömmling von Puerto Rico. Auch in diesem Fall galt: Beide Spiele sind top, auch San [...]

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